Wappen Bellheim
Wappen FFW Bellheim

Freiwillige Feuerwehr Bellheim

Notruf 112

Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr Verbandsgemeinde Bellheim wurde im Jahre 1994 von Wehrleiter Karl Doser gegründet. Zum einen resultierte dieser Schritt durch Nachwuchsprobleme, aber auch aus der “Verpflichtung heraus, jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten” (Zitat K. Doser).
Wichtig dabei war es K. Doser, diese Jugendfeuerwehr auf Verbandsgemeinde-Ebene auszudehnen. Bevor sich jedoch im April 1994 54 Jugendliche mit ihren Eltern aus Bellheim, Zeiskam, Ottersheim und Knittelsheim zu einer Infoveranstaltung im Feuerwehrgerätehaus Bellheim trafen, musste Vorarbeit geleistet werden.

Es wurde Kontakt zur Verwaltung hergestellt, Vorschriften gewälzt, Werbung in der Haupt- und Realschule sowie im Amtsblatt gemacht. Es wurden Feuerwehrangehörige gesucht, welche die Ausbildung übernehmen und Ausbildungspläne erstellen sollten, außerdem musste ein Jugendfeuerwehrwart gefunden werden. Dieses Amt übernahm Michael Ruck aus Bellheim. Unterstützt wurde M. Ruck in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit von den Feuerwehrleuten Jürgen Dörrzapf, Thomas Doser, Rudi Bauer und Michael Engel, welche neben ihrem aktiven Feuerwehrdienst jetzt zusätzlich noch als JF-Ausbilder tätig wurden. Die wöchentlich stattfindenden Übungsabende wurden von den Jugendlichen so gut angenommen, dass im ersten Jahr keine neuen Mitglieder aufgenommen werden konnten.

Aufgrund der Tatsache, dass auch Mädchen in der Jugendfeuerwehr aufgenommen wurden, mussten auch Betreuerinnen ernannt werden. Diese Aufgabe als “Mädchenvertreterinnen” wurde von Tanja Panzeter und Yvonne Doser wahrgenommen. Für die Jugendlichen aus den Außengemeinden wurde ein Fahrdienst eingerichtet, welcher diese mit einen Feuerwehrfahrzeug abholt und wieder nach Hause bringen soll. Natürlich machte es und macht es heute noch den Kindern großen Spaß mit einem richtigen Feuerwehrauto mitzufahren. Dass es inhaltlich zur Sache ging zeigte das Konzept der Ausbildung. Dazu gehörten nicht nur feuerwehrtechnische Ausbildungsthemen wie FWDV 3 und 4, Stiche und Knoten, Fahrzeugkunde, Kartenkunde uvm., sondern auch andere Aktivitäten wie Wanderungen, Radtouren, die Teilnahme am Weihnachtsmarkt sowie Diskussions- und Videoabende. Zu einem festen Bestandteil kristallisierte sich mit der Zeit das alljährliche, immer wieder gerne angenommene und von R. Bauer organisierte Zeltlager heraus. Doch nicht nur in dieser Art der Freizeitgestaltung, sondern auch bei den Übungs-abenden wurden die Kompetenzen der Jugendlichen gefördert und dabei vorgelebt wie Teamgeist, Zusammenhalt, Disziplin und das Akzeptieren von Regeln funktionieren.

Um ein Mitspracherecht bei Sitzungen und anderen wichtigen Entscheidungen zu erhalten, aber auch um evtl. auftretende Schwierigkeiten innerhalb der Gruppe abzufangen und rechtzeitig von den Betreuer/innen reagieren und agieren zu können, wurde von der JF-Mannschaft ein Mannschafts-sprecher/in gewählt. Oliver Wagner und Ramona Gabriel waren die Ersten, die dieses Amt für die JF übernahmen.

Mit der Zeit wurde allen Betreuern klar, dass eine Umstrukturierung in Bezug des Ausbildungsplanes zu erfolgen hat. Es wurden ein Sommer- und ein Winterplan erstellt, dem am Ende des Jahres ein Kurztest folgen sollte. So war gewährleistet, dass die Arbeit der Betreuer/innen während den Übungsstunden durch dessen Ergebnis reflektiert und bei Bedarf das Konzept nochmals korrigiert werden konnte.

Doch nicht nur in Bezug auf den Übungsplan gab es im Laufe der Jahre Veränderungen bei der Jugendfeuerwehr. Nach fünf erfolgreichen Jahren gab Michael Ruck sein Amt als Jugendfeuerwehrwart an Michael Engel weiter und zog sich langsam aus der Jugendarbeit zurück. Durch die gute Vorbereitung von M. Ruck vollzog sich der Führungswechsel ohne Probleme. M. Engel konnte an die geleistete Arbeit von M. Ruck nahtlos anknüpfen und diese bis heute weiterführen.

Aus verschiedenen Gründen wechselten die Betreuer/innen und die ersten Jugendfeuerwehrler konnten nach dem Absolvieren der Leistungsspange in die aktive Feuerwehr in ihren Heimatort wechseln. Manche blieben der JF als Betreuer/in erhalten und geben in der Jugendarbeit ihr Wissen und Können an die nächste Generation weiter. Dass die 10 Jahre Jugendarbeit ihre Früchte trägt, zeigt sich nicht nur darin, dass Betreuer aus der eigenen Jugend kommen, sondern auch an dem Bild, welches die Jugendfeuerwehr in der Öffentlichkeit darstellt. So konnten in den vergangen Jahren Kontakte mit dem NABU auf- und ausgebaut werden. Aktionen im Rahmen des Umweltschutzes wurden durchgeführt.
Auch mit dem Kreisjugendring Germersheim besteht eine gute Zusammenarbeit.

Zu einer effektiven Ausbildung der Jugendfeuerwehr gehört natürlich auch eine entsprechende kindgerechte Ausstattung. Viele größere und kleinere Anschaffungen/Projekte, wie JF-Anhänger und das Planspiel sind durch Eigeninitiative bzw. Eigenleistung realisiert worden.

Dieses Engagement danken die Jugendfeuerwehrler/innen den Betreuern, indem sie gerne in den Unterrichtstunden mit diesen arbeiten und so kindgerecht an die Materie der Feuerwehr herangeführt werden. Doch auch die gute Elternarbeit zahlt sich aus. Egal ob die JF VG Bellheim eine Kuchenspende benötig oder zum Wandertag einlädt, die Eltern sind da.

Deshalb möchten sich alle von der Jugendfeuerwehr VG Bellheim besonders bei den Eltern bedanken, die auch einen großen Teil dazu beitragen, dass die Arbeit mit unserer/ihrer Jugend in der Öffentlichkeit anerkannt wird und der Nachwuchs der JF gesichert ist.

Danken möchte die Jugendfeuerwehr VG Bellheim auch allen ehemaligen und aktiven Betreuer/innen für ihr Engagement, dem Wehrleiter und den Wehrführern der Ortsgemeinden der VG Bellheim für ihr immer offenes Ohr, allen Freiwilligen Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde, der Verwaltung für ihre Kooperation, allen ungenannten Gönnern und vor allem den Jugendlichen selbst für ihr Interesse und ihre Ausdauer.